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sriyukteswar.

Inner Worlds

Sri Yukteswars Auferstehung.

KAPITEL 43. Autobiography of a Yogi, by Yogananda.



»Sri Krishna!« rief ich überrascht aus, als mir ganz unvermutet die strahlende Gestalt des Avatars erschien. Ich saß am offenen Fenster meines Zimmers im Regent-Hotel in Bombay, als die wunderbare Vision plötzlich über dem hohen Dach des gegenüberliegenden Gebäudes sichtbar wurde. Die göttliche Gestalt nickte mir lächelnd zu und hob grüßend die Hand. Während ich noch darüber nachdachte, was die Erscheinung wohl zu bedeuten habe, entschwand er mit einer segnenden Geste. Ich fühlte mich auf wunderbare Weise erhoben und ahnte, dass mir ein besonderes geistiges Erlebnis bevorstand. Meine Rückreise nach Amerika war vorläufig aufgeschoben worden; ich sollte noch mehrere öffentliche Ansprachen in Bombay halten, ehe ich zu einem letzten Besuch nach Bengalen fuhr. Als ich am 19. Juni 1936 — eine Woche nach meiner Krishna-Vision — gegen drei Uhr nachmittags auf dem Bett meines Hotelzimmers in Bombay saß und meditierte, wurde ich plötzlich auf ein wundersames Licht aufmerksam. Erstaunt öffnete ich die Augen und sah, dass sich der ganze Raum in eine fremdartige Welt verwandelt hatte, in der sich das Sonnenlicht in einen überirdischen Glanz verwandelte. Wer aber kann meine Seligkeit beschreiben, als ich Sri Yukteswar leibhaftig vor mir stehen sah!

»Mein Sohn! « sagte der Meister,

während er mich mit engelhaftem Lächeln anblickte. Zum ersten Mal in meinem Leben kniete ich nicht zu seinen Füßen nieder, sondern ging sofort auf ihn zu und schloss ihn ungestüm in meine Arme. Welch einzigartiger Augenblick! Die überwältigende Glückseligkeit, die mich jetzt überflutete, wog allen Schmerz der vergangenen Monate in reichem Maße auf. »Meister, mein geliebter Meister, warum habt Ihr mich verlassen? « Im Überschwang der Freude stieß ich meine Sätze etwas zusammenhanglos hervor. »Warum habt Ihr mich zum Kumbha-Mela gehen lassen? Was für bittere Vorwürfe habe ich mir gemacht, dass ich Euch allein gelassen habe.« »Ich wollte dir die Vorfreude nicht verderben, da du so gern den Pilgerort sehen wolltest, wo ich Babaji zum ersten Male begegnet bin. Außerdem habe ich dich nur für kurze Zeit verlassen; bin ich nicht wieder bei dir? « »Aber seid Ihr es wirklich, Meister — derselbe Löwe Gottes? Ist dieser Körper ein genaues Ebenbild des alten, den ich in den grausamen Sand von Puri gebettet habe? « »Ja, mein Kind, ich bin derselbe. Dieser Körper ist aus Fleisch und Blut. Obgleich ich ihn als ätherische Substanz sehe, erscheint er deinen Augen als körperliche Form. Ich habe aus den Atomen des Kosmos einen neuen Körper gebildet, der genau dem physischen Traumkörper gleicht, den du in deiner Traumwelt im Traumsand von Puri begraben hast. Ich bin wahrhaftig auferstanden, doch nicht auf Erden, sondern auf einem Astralplaneten, dessen Bewohner höher entwickelt sind als die Erdenmenschen und daher meinen hohen Ansprüchen besser genügen. Dort wirst du mit deinen fortgeschrittenen Jüngern einst ebenfalls hinkommen.« »Unsterblicher Guru, erzählt mir mehr!« »Liebes Kind«, sagte der Meister da lachend, »kannst du deine Umarmung vielleicht ein wenig lockern? « »Ja, aber nur ein wenig«, sagte ich, denn ich hielt ihn tatsächlich mit Herkulesarmen umschlungen. Dabei spürte ich denselben leichten Duft, den ich von seinem irdischen Körper her kannte. Und immer, wenn ich mir diese herrlichen Stunden vergegenwärtige, fühle ich denselben beseligenden Schauer über die Innenseiten meiner Arme und Hände rieseln wie damals, als ich seinen göttlichen Körper berührte.

Ȁhnlich, wie Propheten auf die Erde gesandt werden

, um den Menschen zu helfen, ihr irdisches Karma abzutragen, bin ich von Gott beauftragt worden, als Erlöser auf einem Astralplaneten zu wirken«, erklärte Sri Yukteswar. »Dieser trägt den Namen Hiranyaloka, was so viel wie "Erleuchteter Astralplanet" bedeutet. Dort helfe ich den fortgeschrittenen Wesen, sich von ihrem astralen Karma, d. h. von astraler Wiedergeburt zu befreien. Die Bewohner von Hiranyaloka haben bereits eine hohe geistige Entwicklungsstufe erreicht; sie alle haben während ihrer letzten irdischen Inkarnation durch ausdauernde Meditation die Fähigkeit erlangt, ihren Körper im Tode bewusst zu verlassen. Nur wer auf Erden nicht nur in den Sabikalpa-Samadhi, sondern auch in den höheren Zustand des Nirbikalpa-Samdhi(1) gegangen ist, darf Hiranyaloka betreten. Die Seelen auf Hiranyaloka haben die gewöhnlichen Astralsphären (in denen sich fast alle Erdenmenschen nach ihrem Tod aufhalten) bereits hinter sich gelassen, d. h., sie haben dort den größten Teil ihres astralen Karmas gesühnt. Jedoch nur fortgeschrittene Wesen können ein solches Erlösungswerk in den Regionen der Astralwelt vollbringen.(2) Um sich dann von den letzten Spuren ihres astralen Karmas zu befreien, werden diese Seelen nach dem kosmischen Gesetz in einem neuen Astralkörper auf Hiranyaloka — der Astralsonne oder dem Astralhimmel — wiedergeboren, wo ich mich gegenwärtig befinde, um ihnen zu helfen. Außerdem leben auch noch nahezu vollkommene Wesen auf Hiranyaloka, die aus der höheren Kausalwelt kommen.« Ich hatte mich jetzt so vollkommen auf meinen Guru eingestellt, dass er mir seine Wortbilder teils mündlich, teils durch Gedankenübertragung vermittelte. Auf diese Weise konnte ich sein Gedankenmosaik im Nu erfassen. »Du hast in den heiligen Schriften gelesen«, fuhr der Meister fort, »dass Gott die menschliche Seele nacheinander in drei Körper einschloss: den Ideen- oder Kausalkörper, den feinstofflichen Astralkörper — Sitz des Verstandes und des Gefühls —, und den grobstofflichen irdischen Körper. Die Erdenmenschen sind mit irdischen Sinnen ausgestattet. Die Organe der Astralwesen bestehen aus Bewusstsein und Empfindungen, und ihr Körper aus Biotronen(3). Ein Kausalwesen dagegen lebt nur noch in den seligen Gefilden der Gedanken. Meine Aufgabe besteht darin, jenen Astralwesen zu helfen, die sich darauf vorbereiten, in die Kausalwelt einzugehen - oder zu ihr zurückzukehren.« »Geliebter Meister, erzählt mir bitte mehr über den astralen Kosmos!« Obgleich ich auf Sri Yukteswars Bitte hin meine Umarmung, gelockert hatte, hielt ich ihn - meinen kostbarsten Besitz, meinen Guru, der den Tod überlistet hatte, um mich aufzusuchen - immer noch fest umschlungen.

»Es gibt viele Astralsphären,

die von astralen Wesen bevölkert sind«, begann der Meister. »Ihre Bewohner bedienen sich astraler Beförderungsmittel aus Licht, mit denen sie schneller als die Elektrizität oder radioaktive Energie von einem Planeten zum anderen reisen.Das astrale Universum besteht aus feinen Licht- und Farbschwingungen und ist vielhundertmal größer als der physische Kosmos. Die ganze grobstoffliche Schöpfung hängt wie eine kleine massive Gondel unter dem riesigen, leuchtenden Ballon der Astralsphäre. Ebenso wie es viele physische Sonnen und Sterne gibt, die im Weltraum schweben, so gibt es auch zahllose astrale Sonnen- und Sternsysteme. Die astralen Sonnen und Monde sind viel prächtiger als die physischen. Man kann sie etwa mit dem Nordlicht vergleichen, wobei das astrale Nordlicht der Sonne strahlender ist als das milde Nordlicht des Mondes. Tag und Nacht sind in der Astralwelt viel länger als auf Erden. Das astrale Universum ist unvorstellbar schön, sauber, rein und geordnet. Dort gibt es keine ausgestorbenen Planeten und kein verödetes Land. Auch die irdischen Plagen wie Unkraut, Bakterien, Insekten und Schlangen existieren dort nicht. Während es auf Erden krasse Temperaturunterschiede und den Wechsel der Jahreszeiten gibt, haben die Astralsphären das gleichbleibende Klima eines ewigen Frühlings mit gelegentlichem leuchtend weißem Schneefall und vielfarbigem Lichtregen. Die Astralwelt ist reich an kristallklaren Seen, leuchtenden Meeren und regenbogenfarbenen Flüssen.

Das gewöhnliche astrale Universum

- nicht der höhere Astralhimmel von Hiranyaloka - ist von Millionen Astralwesen bevölkert, die vor kürzerer oder längerer Zeit von der Erde gekommen sind, sowie von Myriaden Feen, Wassernixen, Fischen, Tieren, Kobolden, Gnomen, Halbgöttern und Geistern, die alle - je nach ihrer karmischen Beschaffenheit - auf entsprechenden Astralebenen leben. Gute und böse Geister wohnen in getrennten Sphären. Während sich die guten frei umherbewegen können, bleiben die bösen Geister auf die ihnen zugewiesene Zone beschränkt. Genauso wie die menschlichen Wesen auf der Oberfläche der Erde, die Würmer im Boden, die Fische im Wasser und die Vögel in der Luft leben, so leben auch die Astralwesen, je nach ihrem Entwicklungsgrad, in ihrem natürlichen Schwingungsbereich. Zwischen den bösen, gefallenen Engeln, die aus verschiedenen Astralwelten ausgestoßen wurden, finden Kämpfe und Kriege statt. Bomben aus Biotronen und vibrierende mantrische(4) Strahlen dienen ihnen als Waffen. Diese Ausgestoßenen leben in den finsteren Regionen des niederen Astralkosmos, wo sie ihr schlechtes Karma abbüßen.

In den unermesslichen Gefilden oberhalb

des dunklen Astralkerkers ist alles leuchtend und schön. Der astrale Kosmos kann sich viel leichter als die Erde dem göttlichen Willen und dem vollkommenen göttlichen Plan angleichen. Jeder astrale Gegenstand wird in erster Linie durch Gottes Willen, zum Teil aber auch durch den Willen der Astralwesen erschaffen. Diese besitzen die Macht, die Form irgendeines Gegenstandes, der bereits von Gott erschaffen wurde, abzuändern oder seine Schönheit noch zu steigern. Der Herr hat Seinen Astralkindern das Vorrecht gegeben, die Astralwelt nach Wunsch zu verändern oder zu verbessern. Auf Erden kann eine feste Substanz nur durch einen natürlichen oder chemischen Prozess in einen anderen Aggregatzustand verwandelt werden; die Astralwesen dagegen können die festen Astralformen allein durch ihren Willen in astrale Flüssigkeiten, Gase oder in Atomenergie verwandeln.

Auf der dunklen Erde gibt es Mord

und Kriege zu Wasser, zu Land und in der Luft«, fuhr mein Guru fort. »In den astralen Gefilden aber herrscht eine beglückende Harmonie und Übereinstimmung. Die astralen Wesen entmaterialisieren und materialisieren ihren Körper nach Wunsch. Auch Blumen, Fische und andere Tiere können sich vorübergehend in astrale Menschen verwandeln. Allen Astralwesen steht es frei, irgendeine Gestalt anzunehmen und sich mühelos miteinander zu verständigen. Kein unabänderliches Naturgesetz hindert sie; so kann z. B. jeder astrale Baum auf Wunsch eine astrale Mango, eine Blume oder irgendeinen anderen Gegenstand hervorbringen. Allerdings gibt es auch in der Astralwelt gewisse karmische Begrenzungen, jedoch nicht in Bezug auf gewünschte Formen. Gottes schöpferisches Licht pulsiert in allen Dingen.Niemand wird von einer Frau geboren. Die Astralwesen können ihre Nachkommen kraft ihres kosmischen Willens materiaIisieren und ihnen bestimmte Formen geben. Ein Wesen von der Erde wird je nach seinen geistigen und seelischen Neigungen, von einer ihm entsprechenden Astralfamilie angezogen. Der Astralkörper ist weder Hitze noch Kälte noch andere natürlichen Bedingungen unterworfen. Anatomisch gesehen, besteht er aus einem astralen Gehirn mit dem teilweise tätigen, allwissenden "tausendblättrigen Lotos des Lichts" und den sechs erweckten Zentren in der Sushumna — der astralen Gehirn- und Rückenmarkachse. Das Herz entzieht dem astralen Gehirn Licht und kosmische Energie und leitet diese an die astralen Nerven und Körperzellen, oder Biotronen, weiter. Astralwesen können durch die Kraft dieser Biotronen und durch heilige mantrische Schwingungen Veränderungen an ihrem Körper vornehmen.

In den meisten Fällen gleicht der Astralkörper

der Form des letzten irdischen Körpers. Gesicht und Gestalt eines Astralwesens ähneln der jugendlichen Erscheinung seiner letzten irdischen Verkörperung. Gelegentlich jedoch zieht jemand, wie z. B. ich, seinen älteren Körper vor.« Der Meister, der wie die blühende Jugend aussah, lachte fröhlich. »Während die dreidimensionale irdische Welt nur durch die fünf Sinne des Menschen erkannt werden kann, werden die astralen Sphären durch den allumfassenden sechsten Sinn — die Intuition wahrgenommen«, fuhr Sri Yukteswar fort. »Die Astralwesen sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen nur durch ihre Intuition. Sie haben drei Augen, von denen zwei halb geschlossen sind. Das dritte und größte Auge jedoch, das sich senkrecht auf der Stirn befindet, ist geöffnet. Die Astralmenschen besitzen alle äußeren Sinnesorgane - Augen, Ohren, Nase, Zunge und Haut —, nehmen die verschiedenen körperlichen Empfindungen aber mit ihrem sechsten Sinn wahr. So können sie z. B. mit den Ohren, der Nase oder der Haut sehen, mit den Augen oder der Zunge hören, mit den Ohren oder der Haut schmecken usw.(5) Der physische Körper des Menschen ist zahlreichen Gefahren ausgesetzt und kann leicht verstümmelt oder verletzt werden. Auch der ätherische Astralkörper wird zuweilen verwundet oder gequetscht, kann aber sofort durch reine Willenskraft wieder geheilt werden.« »Gurudeva, sind alle Astralwesen schön? «

»Schönheit ist in der Astralwelt

vor allem eine geistige Eigenschaft«, erwiderte Sri Yukteswar. »Aus diesem Grunde legen die Astralwesen kein großes Gewicht auf ihr Aussehen. Sie haben jedoch die Macht, sich jederzeit mit neuen, farbenfreudigen Astralkörpern zu bekleiden, die sie selbst materialisieren. Ebenso wie sich die Menschen auf der Erde bei besonderen Anlässen festlich kleiden, so nehmen auch die Astralwesen gelegentlich nach Wunsch eine bestimmte Gestalt an. Freudenfeste finden auf den höheren Astralplaneten wie Hiranyaloka z. B. dann statt, wenn sich ein Wesen geistig so hoch entwickelt hat, dass es sich von der Astralwelt lösen und in den Himmel der Kausalwelt eingehen kann. Bei solchen Gelegenheiten materialisieren sich die mit Gott vereinten Heiligen und sogar der unsichtbare Himmlische Vater selbst in leuchtenden Astralkörpern, um an der Festlichkeit teilzunehmen. Gott kann jede gewünschte Form annehmen, um Seinen geliebten Kindern Freude zu machen. Bhaktas oder hingebungsvolle Naturen erblicken Ihn oft als Göttliche Mutter. Jesus sah in Gott vor allem den liebenden Vater. Der Schöpfer hat jedem Seiner Geschöpfe Individualität verliehen und muss daher alle vorstellbaren und unvorstellbaren Ansprüche an Seine Vielseitigkeit in Kauf nehmen.« Bei diesen Worten brachen wir beide in fröhliches Lachen aus.»Freunde aus früheren Leben erkennen sich in der Astralwelt leicht wieder«, fuhr Sri Yukteswar mit seiner klangvollen Stimme fort. »Dort erfreuen sie sich jener ewigen Liebe und Freundschaft, an der sie auf Erden - besonders in der Stunde des scheinbar endgültigen Abschieds - so oft zweifelten. Mittels ihrer Intuition können die astralen Wesen den Schleier, der sie von der irdischen Welt trennt, lüften und die Tätigkeit der Menschen beobachten; doch die Menschen können nicht in die astralen Sphären schauen, es sei denn, dass ihr sechster Sinn bis zu einem gewissen Grad entwickelt ist. Es gibt Tausende von Erdenbewohnern, die für kurze Augenblicke ein Astralwesen oder eine der Astralwelten erblickt haben.(6)

Die Bewohner von Hiranyaloka

befinden sich während der langen astralen Tage und Nächte gewöhnlich im Wachzustand der Nirbikalpa-Ekstase und helfen bei der Lösung schwieriger Probleme, die mit der Regierung des Kosmos und der Befreiung 'verlorener Söhne' (erdgebundener Seelen) zusammenhängen. Wenn die Bewohner von Hiranyaloka schlafen, haben sie gelegentlich Traumerlebnisse und astrale Visionen. Alle Bewohner des Astralkosmos sind jedoch noch seelischen Leiden unterworfen. So verursacht es den sensiblen Wesen, die auf Hiranyaloka oder ähnlichen Planeten leben, z. B. tiefen Schmerz, wenn sie sich nicht richtig verhalten haben oder nicht auf den Grund der Wahrheit gedrungen sind. Diese fortgeschrittenen Wesen bemühen sich, all ihr Denken und Handeln in Einklang mit den geistigen Gesetzen zu bringen. Die Verständigung zwischen den Bewohnern aller Astralwelten geschieht ausschließlich durch Telepathie und astrales Fernsehen. Es gibt keine der Irrtümer und Missverständnisse, wie sie auf Erden durch das esprochene und geschriebene Wort entstehen. So wie die Darsteller auf der Filmleinwand nur aus Licht und Schatten bestehen und sich bewegen und verschiedenen Tätigkeiten nachgehen, ohne wirklich zu atmen, so handeln und wandeln die Astralwesen wie intelligent gelenkte und aufeinander abgestimmte Lichtbilder, ohne Sauerstoff zum Leben zu brauchen. Die Existenz der Erdbewohner hängt von festen, flüssigen und gasförmigen Stoffen und der aus der Luft gewonnenen Lebensenergie ab; doch die Astralbewohner ernähren sich hauptsächlich von kosmischem Licht.«

«Geliebter Meister, essen die Astralwesen überhaupt

etwas?« Ich nahm seine wunderbaren Erläuterungen mit Herz, Geist und Seele in mich auf. Anders als die flüchtigen Sinneseindrücke, die nur von vorübergehender, relativer Wirklichkeit sind und darum bald wieder verblassen, sind überbewusste Wahrnehmungen ewig wahr und unvergänglich. Die Worte meines Gurus haben sich meiner Seele so unauslöschlich eingeprägt, dass ich mir dieses göttliche Erlebnis jederzeit, wenn ich in den Samadhi eingehe, in allen Einzelheiten wieder vergegenwärtigen kann. «Der astrale Boden bringt leuchtende, strahlenähnliche Pflanzen hervor«, erwiderte er. «Die Astralbewohner nehmen Früchte und Pflanzen zu sich und trinken einen Nektar, der sich aus schimmernden Lichtquellen ergießt oder in astralen Bächen und Strömen fließt . So wie auf Erden die Bilder entfernter Menschen aus dem Äther herbeigeholt und durch den Fernsehapparat sichtbar gemacht werden, um sich später wieder im Raum zu verlieren, so können die Astralbewohner die im Äther schwebenden unsichtbaren astralen Bilder von Pflanzen und Früchten durch ihren Willen herbeiziehen. Ähnlich können sie allein durch ihre grenzenlose Vorstellungskraft herrliche Gärten erschaffen, die sich später wieder im unsichtbaren Äther auflösen. Die Bewohner himmlischer Sphären wie z. B. Hiranyalokas bedürfen also kaum der Nahrung; noch unabhängiger aber sind die nahezu vollkommenen Wesen in der Kausalwelt, deren einzige Nahrung aus dem Manna der Glückseligkeit besteht.

Ein Astralwesen begegnet zahllosen

Freunden und Verwandten: Vätern, Müttern, Ehefrauen, Ehemännern und Kindern, mit denen es in früheren Inkarnationen verbunden war(7) und die von Zeit zu Zeit in den verschiedenen Regionen des Astralkosmos auftauchen. Daher weiß es nicht, wen es am meisten lieben soll, und lernt auf diese Weise, allen die gleiche göttliche Liebe zu schenken und in ihnen allen verschiedene Ausdrucksformen Gottes, d. h. Seine Kinder, zu sehen. Die äußere Erscheinung ehemaliger Angehöriger mag sich mehr oder weniger verändert haben, je nachdem, welche neuen Charakterzüge sie im letzten Leben entwickelt haben; und dennoch erkennt ein Astralwesen mit untrüglicher Intuition alle wieder, die ihm einst auf einer anderen Daseinsebene nahegestanden haben, und heißt sie in ihrer neuen astralen Heimat willkommen Jedes Atom der Schöpfung besitzt unveränderliche Individualität(8); aus diesem Grunde können die Astralwesen ihre Freunde ohne Weiteres wiederfinden, ganz gleich, in welchem Gewand diese erscheinen — ebenso wie man auf Erden, bei näherem Hinsehen, einen Schauspieler in seinen verschiedenen Verkleidungen wiedererkennt. Jeder Mensch lebt während einer bestimmten Zeitspanne auf einem Astralplaneten. Die Lebensspanne in der Astralwelt ist viel länger als auf Erden. Ein einigermaßen fortgeschrittenes Wesen verbringt nach irdischem Zeitmaß 500-1000 Jahre in der Astralwelt. Aber ebenso wie gewisse Mammutbäume andere Bäume um Jahrtausende überleben und wie einige Yogis mehrere hundert Jahre alt werden, während der Durchschnittsmensch noch vor Vollendung seines 60. Lebensjahres stirbt, so bleiben einige Astralwesen viel länger als gewöhnlich in den Astralsphären. Besucher der Astralwelt leben dort für kürzere oder längere Zeit, je nach der Beschaffenheit ihres irdischen Karmas, das sie zur festgesetzten Zeit wieder auf die Erde zurückzieht.

Ein Astralwesen kennt keinen qualvollen Todeskampf,

wenn die Zeit gekommen ist, seinen Lichtkörper abzuwerfen. Dennoch werden manche bei dem Gedanken, ihre Astralform gegen die feinere Kausalform einzutauschen, von einer leichten Unruhe befallen. In der Astralwelt gibt es keinen gewaltsamen Tod, keine Krankheit und kein Altern. Diese drei Geißeln liegen wie ein Fluch über der Erde, wo der Mensch seinem Bewusstsein gestattet hat, sich ganz und gar mit einem gebrechlichen, irdischen Körper zu identifizieren, dessen Existenz von Sauerstoff, Nahrung und Schlaf abhängt. Beim körperlichen Tod tritt Stillstand der Atmung und Auflösung aller fleischlichen Zellen ein. Der astrale Tod dagegen besteht in der Auflösung der Biotronen — jener kosmischen Energieeinheiten, aus denen sich der Körper eines Astralwesens zusammensetzt. Beim körperlichen Tod löst sich das Bewusstsein des Menschen von der fleischlichen Hülle und gewahrt stattdessen seinen feinstofflichen Körper in der Astralwelt. Wenn seine Zeit drüben abgelaufen ist, erlebt er den astralen Tod; auf diese Weise pendelt sein Bewusstsein zwischen Geburt und Tod auf Erden und Geburt und Tod in der Astralwelt hin und her. Dieser sich ständig wiederholende Kreislauf astraler und irdischer Verkörperungen ist das unentrinnbare Schicksal aller unerleuchteten Wesen. Was wir in den heiligen Schriften über Himmel und Hölle lesen, erweckt oft schlummernde Erinnerungen in uns, die aus tieferen Schichten als denen des Unterbewusstseins kommen und uns zahlreiche Erlebnisse in den seligen Astralregionen und der leidvollen irdischen Welt ins Gedächtnis zurückrufen.« »Geliebter Meister«, bat ich, »teilt mir bitte noch nähere Einzelheiten über den Unterschied zwischen der irdischen und der astralen Wiedergeburt mit.«

»Als individuelle Seele gesehen,

ist der Mensch im Wesentlichen ein Kausalkörper«, erklärte Sri Yukteswar. »Die Kausalform ist der Nährboden für die 35 Ideen Gottes — die grundlegenden oder kausalen Gedankenkräfte —, die Gott später aufteilte, um aus 19 dieser Elemente den feinstofflichen Astralkörper und aus den 16 übrigen Elementen den grobstofflichen irdischen Körper zu bilden. Die 19 Elemente des Astralkörpers sind mentaler, emotionaler und vitaler Art. Diese Elemente sind: Erkenntnisvermögen, Ichbewusstsein, Gefühl, Geist (Sinnesbewusstsein), die fünf Werkzeuge der Erkenntnis — die feinstofflichen Gegenstücke der fünf Sinne. Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack und Tastsinn —, die fünf Werkzeuge der Tätigkeit, welche für die körperlichen Vorgänge der Zeugung, Ausscheidung, des Sprechens, Gehens und der Fingerfertigkeit verantwortlich sind, und die fünf Werkzeuge der Lebenskraft, welche die Zellbildung, Assimilation, Elimination, den Stoffwechsel und Kreislauf im Körper bewirken. Diese feinstoffliche astrale Hülle überlebt die irdische Form, die aus 16 grobstofflichen, chemischen Elementen besteht.

Gott erschuf in sich selbst verschiedene Ideen

und projizierte sie dann als Träume. So entstand die kosmische Traumwelt, die sich — wie eine schöne Frau — mit dem prunkvollen Schmuck der Relativität behängt hat. In den 35 Gedankenkategorien des Kausalkörpers hat Gott die 19 astralen Elemente und die sie ergänzenden 16 physischen Elemente bis ins Einzelne ausgearbeitet. Zuerst verdichtete Er die feinstofflichen Schwingungskräfte und erzeugte somit den Astralkörper; dann verdichtete Er die grobstofflichen Elemente und erschuf den physischen Körper. Bedingt durch das Relativitätsgesetz, das aus der Ursprünglichen Einheit eine verwirrende Vielfalt schuf, unterscheidet sich der kausale Kosmos und der Kausalkörper vom astralen Kosmos und vom Astralkörper; und ebenso unterscheidet sich der physische Kosmos und der physische Körper von den anderen Formen der Schöpfung. Der irdische Körper ist ein fester, manifestierter Traum des Schöpfers. Auf der Erde gibt es die ewigen Gegensätze: Gesundheit und Krankheit, Lust und Schmerz, Gewinn und Verlust, und die menschlichen Wesen finden in der dreidimensionalen Welt überall Begrenzung und Widerstand. Wenn der Lebenswille des Menschen durch Krankheit oder andere Ursachen gebrochen wird, tritt der Tod ein, und das schwere Gewand des Fleisches wird vorübergehend abgeworfen. Die Seele bleibt jedoch weiterhin im Astral- und Kausalkörper eingeschlossen.(9) Die Kohäsionskraft, die alle drei Körper zusammenhält, sind die Wünsche; es ist diese Triebkraft der unerfüllten Wünsche, welche die Knechtschaft des Menschen verursacht. Körperliche Wünsche wurzeln im Egoismus und in der Sinnenlust. Der Zwang, den die Sinne ausüben, und die sinnlichen Verlockungen sind stärker als der Wunsch nach astralen oder kausalen Wahrnehmungen. Astrale Wünsche wurzeln in geistigen Genüssen, die sich durch Schwingungen mitteilen. So lauschen die astralen Wesen z. B. der ätherischen Musik der Sphären und berauschen sich am Anblick der Schöpfung, die sich ihnen in ewig wechselnden Lichterscheinungen offenbart. Astrale Wesen können das Licht auch riechen, schmecken und berühren. So hängen die astralen Wünsche also mit der Fähigkeit der Astralwesen zusammen, jeden gewünschten Gegenstand unmittelbar als Lichtform zu verdichten und in Gedanken oder Träumen herrliche Erlebnisse hervorzurufen. Kausale Wünsche können nur durch geistige Wahrnehmungen erfüllt werden. Die nahezu freien Wesen, die nur noch in die Kausalhülle eingeschlossen sind, nehmen den ganzen Kosmos als projizierte Traumgedanken Gottes wahr. Sie können alles und jedes durch bloße Gedanken materialisieren. Daher empfindet ihre sensible Seele jede körperliche Lust oder astrale Freude als grob und beklemmend. Die Kausalwesen befreien sich von ihren Wünschen, indem sie diese augenblicklich materialisieren.(10) Da sie nur noch von dem feinen Schleier des Kausalkörpers umgeben sind, können sie — wie der Schöpfer — ganze Universen ins Leben rufen. Alle Welten bestehen aus kosmischem Traumstoff; deshalb besitzt ein Wesen, das nur noch mit einem feinen Kausalkörper bekleidet ist, ungeheure Kraft der Verwirklichung. Die Seele, die von Natur unsichtbar ist, kann nur dann wahrgenommen werden, wenn sie sich mit einem oder mehreren Körpern bekleidet. Das bloße Vorhandensein eines Körpers bedeutet also, dass er aufgrund unerfüllter Wünsche entstanden ist.(11) Solange die menschliche Seele in ein, zwei oder drei körperliche Gefäße eingeschlossen ist, die fest mit dem Korken der Unwissenheit und der Wünsche verschlossen sind, kann sie nicht mit dem Meer des GEISTES verschmelzen. Wenn das grobstoffliche, körperliche Gefäß im Tode zerstört wird, bleiben noch die beiden anderen Behälter bestehen — der astrale und der kausale — und hindern die Seele daran, sich bewusst mit dem Allgegenwärtigen Leben zu vereinigen. Erst wenn man Weisheit und dadurch Wunschlosigkeit erlangt hat, lösen sich die anderen beiden Gefäße auf. Dann endlich ist die kleine Menschenseele frei und wird eins mit der Unermesslichen Unendlichkeit.»Ich bat meinen göttlichen Guru, mir die erhabene und geheimnisvolle Kausalsphäre noch näher zu erläutern.

»Die Kausalwelt ist von unbeschreiblicher Feinheit«,

erwiderte er. »Um sie zu verstehen, müsste man über eine derartig starke Konzentrationskraft verfügen, dass man sich bei geschlossenen Augen den unermesslichen Astralkosmos sowie den physischen Kosmos — den leuchtenden Ballon mit der festen Gondel — nur noch als Idee vergegenwärtigen kann. Wenn es einem durch eine solch übermenschliche Konzentration gelänge, diese beiden Welten und ihre verwirrende Mannigfaltigkeit in reine Ideen zu verwandeln oder aufzulösen, würde man die Kausalwelt, das Grenzgebiet zwischen Geist und Materie, erreichen. Dort nimmt man alle erschaffenen Dinge — feste, flüssige und gasförmige Stoffe, Elektrizität, Energie und alle Lebewesen: Götter, Menschen, Tiere, Pflanzen und Bakterien — lediglich als Bewusstseinsformen wahr, ähnlich wie man bei geschlossenen Augen noch weiß, dass man existiert, obgleich man seinen Körper nicht mehr sehen kann. Alles, was der Mensch in seiner Fantasie tun kann, kann ein Kausalwesen in Wirklichkeit tun. Intelligente Menschen mit lebhafter Vorstellungskraft können sich in Gedanken zwischen extremen Gegensätzen bewegen, können von einem Planeten zum anderen schweben oder sich in den endlosen Abgrund der Ewigkeit stürzen; sie können gleich einer Rakete in den sternübersäten Himmel emporsteigen und wie ein Scheinwerferlicht über die Milchstraßensysteme des Weltraums gleiten. Die Wesen in der Kausalwelt können aber noch mehr tun: sie können ihre Gedanken mühelos materialisieren, und dies ohne irgendwelche stofflichen und astralen Widerstände oder karmischen Begrenzungen. Die Kausalwesen erkennen, dass der physische Kosmos nicht in erster Linie aus Elektronen und der astrale Kosmos nicht im Wesentlichen aus Biotronen besteht, sondern dass beide in Wirklichkeit aus unendlich kleinen Bruchteilchen des göttlichen GEISTES geschaffen sind, der durch Maya, das Gesetz der Relativität (das dem Anschein nach die Schöpfung von ihrem Schöpfer trennt), gespalten und aufgeteilt worden ist. Seelen in der Kausalwelt nehmen sich gegenseitig als individualisierte Funken des glückseligen GEISTES wahr. Die einzigen 'Dinge', mit denen sie sich umgeben, sind Gedankenbilder. Für die Kausalmenschen besteht der Unterschied zwischen ihren Körpern und Gedanken nur in der Vorstellung. Genauso, wie sich der Mensch mit geschlossenen Augen ein weißes Licht oder einen bläulichen Nebeldunst vorstellen kann, so können die Kausalwesen allein durch ihre Gedanken sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Sie erschaffen alles aus der Kraft ihres kosmischen Geistes und lösen es auf dieselbe Weise wieder auf. Geburt und Tod vollziehen sich in der Kausalwelt nur in Gedanken. Die einzige Speise, welche die Kausalmenschen zu sich nehmen, ist die Ambrosia ewig neuer Erkenntnis. Sie trinken aus dem Quell des Friedens, schweben über den unberührten Boden göttlicher Wahrnehmungen und treiben im endlosen Meer der Freude dahin. Sieh, wie ihre leuchtenden Gedankenkörper an Abermillionen aus GEIST-Stoff erschaffenen Planeten, an neu entstandenen Universen, an Weisheitssternen und Traumgebilden aus goldenen Spiralnebeln vorübergleiten, die alle im Schoß der Unendlichkeit ruhen!

Viele Wesen bleiben mehrere tausend Jahre im Kausalkosmos.

Durch immer tiefere Ekstase befreit sich die Seele schließlich von ihrem kleinen Kausalkörper und geht in den unermesslichen Kausalkosmos ein. Alle einzelnen Gedankenwellen — Macht, Liebe, Wille, Freude, Frieden, Intuition, Stille, Selbstbeherrschung und Konzentration — lösen sich dann im unerschöpflichen Meer der Glückseligkeit auf. Nicht länger mehr braucht die Seele ihr Glück in einer individuellen Bewusstseinswelle zu suchen; sie ist in das große Kosmische Meer eingegangen, das alle Wellen in sich birgt — ewige Freude, ewiges Lachen, ewiges Leben. Wenn die Seele aus dem Kokon der drei Körper hinausgelangt ist, entrinnt sie auf immer dem Gesetz der Relativität und wird zum unnennbaren Ewigen Dasein.(12) Schau den Schmetterling der Allgegenwart, in dessen Flügel Sonnen, Monde und Sterne eingeätzt sind! Die Seele, die zum GEIST geworden ist, bleibt allein in der Sphäre des lichtlosen Lichts, des dunkellosen Dunkels, des gedankenlosen Gedankens und berauscht sich in ekstatischer Freude am Kosmischen Schöpfungstraum Gottes.« »Eine freie Seele!« rief ich ehrfürchtig aus. »Wenn sich die Seele endlich aus den drei körperlichen Hüllen der Täuschung befreit«, fuhr der Meister fort, »vereinigt sie sich, ohne ihre Individualität zu verlieren, mit dem Unendlichen. Christus hatte diese endgültige Freiheit bereits erlangt, ehe er als Jesus geboren wurde. In seinen früheren Inkarnationen hatte er drei Entwicklungsstufen zurückgelegt — die in seinem letzten Erdenleben durch die drei Tage von Tod und Auferstehung versinnbildlicht wurden — und schließlich die Macht gewonnen, voll und ganz zum GEIST aufzusteigen. Der unentwickelte Mensch muss zahlreiche irdische, astrale und kausale Inkarnationen durchmachen, ehe er sich von seinen drei Körpern lösen kann. Einem Meister, der seine endgültige Freiheit erlangt hat, steht es frei, als Prophet zur Erde zurückzukehren und andere Menschen auf den Weg zu Gott zu führen. Oder er kann, wie ich, im Astralkosmos leben und den dortigen Bewohnern einen Teil ihres Karmas abnehmen; dadurch hilft er ihnen, den Kreislauf der Wiedergeburten im astralen Kosmos zu beenden und für immer in die Kausalsphäre einzugehen.(13) Auch kann eine befreite Seele in der Kausalwelt bleiben, um den dortigen Wesen zu helfen, ihre Zeitspanne im Kausalkörper zu verkürzen und endgültig befreit zu werden.« »Auferstandener Meister, ich möchte gern mehr über das Karma wissen, das die Seele zwingt, in die drei Welten zurückzukehren.« Ich hätte meinem allwissenden Meister in alle Ewigkeit zuhören können. Niemals hatte ich während seines Erdenlebens in so kurzer Zeit so viel von seiner Weisheit in mich aufnehmen können. Jetzt gewann ich zum ersten Mal einen tiefen Einblick in die geheimnisvollen Bereiche zwischen Diesseits und Jenseits. »Das irdische Karma, d. h. die irdischen Wünsche des Menschen, muss völlig ausgelöscht sein, ehe dieser für immer in der Astralwelt bleiben kann«, erklärte mein Guru mit seiner melodischen Stimme. »Es gibt zwei Arten von Astralwesen. Diejenigen, die noch irdisches Karma zu sühnen haben und daher wieder in einen grobstofflichen Körper zurückkehren müssen, gelten nach ihrem körperlichen Tod nur als Besucher, nicht als ständige Bewohner der Astralwelt.

Wesen mit ungetilgtem irdischem Karma dürfen

nach ihrem Tod in der Astralwelt nicht in die höhere Kausalsphäre — die Sphäre kosmischer Ideen — eingehen, sondern müssen zwischen der physischen und astralen Welt hin- und herwandern, wo sie sich abwechselnd eines irdischen Körpers aus 16 grobstofflichen Elementen und eines Astralkörpers aus 19 feinstofflichen Elementen bewusst sind. Unentwickelte Menschen jedoch fallen nach dem Verlust ihres irdischen Körpers meist in einen tiefen, dumpfen Todesschlaf und sind sich der wunderbaren Astralgefilde kaum bewusst. Nach dieser astralen Ruhepause kehren sie auf die körperliche Ebene zurück, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Allmählich aber gewöhnen sie sich durch ihre wiederholten Besuche an die feinstoffliche, astrale Welt. Die ständigen Bewohner des astralen Universums dagegen sind frei von allen materiellen Wünschen und brauchen daher nicht mehr in die grobe Schwingungssphäre der Erde zurückzukehren. Solche Wesen haben nur noch ihr astrales und kausales Karma abzutragen. Nach ihrem astralen Tode betreten sie die unendlich feinere Kausalwelt und kehren nach einer vom kosmischen Gesetz bestimmten Zeitspanne wieder zu Hiranyaloka oder einem anderen hochentwickelten Astralplaneten zurück, wo sie in einem neuen Astralkörper geboren werden, um ihr noch verbleibendes astrales Karma zu sühnen.

Mein Sohn«, fuhr Sri Yukteswar fort,

»nun wirst du besser verstehen, dass ich auf göttliches Geheiß auferstanden bin, um vor allem jene Seelen zu erlösen, die nach ihrer Rückkehr von der Kausalsphäre in der Astralwelt wiedergeboren werden, und nicht so sehr die anderen Astralwesen, die noch Spuren irdischen Karmas haben. Letztere können sich nicht zu den hochentwickelten Astralplaneten, zu denen auch Hiranyaloka gehört, erheben. Wie die meisten Menschen auf dieser Erde noch nicht gelernt haben, zu meditieren und sich die höheren Freuden der Astralwelt vorzustellen und sich daher, sobald sie gestorben sind, nach den unvollkommenen irdischen Freuden zurücksehnen, so können sich auch viele Astralwesen nach der natürlichen Auflösung ihres Astralkörpers noch nicht den erhabenen Geisteszustand der Kausalwesen vorstellen. Sie sehnen sich nach dem gröberen und prunkvolleren Astralhimmel zurück. Solche Menschen haben noch schweres astrales Karma zu sühnen, ehe sie nach ihrem astralen Tode ständig in der kausalen Welt der Gedanken bleiben können, die sie nur noch um ein Geringes von ihrem Schöpfer trennt. Nur wer sich nach keinen weiteren Erlebnissen in dem für das Auge so verlockenden Astralkosmos sehnt und nicht in Versuchung geführt werden kann, zu ihm zurückzukehren, darf in der Kausalwelt bleiben. Dort sühnt die eingeschlossene Seele ihr noch verbleibendes kausales Karma, d. h., sie zerstört die Saat aller ehemaligen Wünsche und entfernt den letzten der drei Korken der Unwissenheit. Dann endlich wirft sie ihre letzte Hülle — den Kausalkörper — ab, um mit dem Ewigen zu verschmelzen. Verstehst du nun? « fragte der Meister mit bestrickendem Lächeln. »Ja, durch Eure Gnade! Ich weiß nicht, wie ich meine Freude und Dankbarkeit in Worte fassen soll.« Niemals hatte mir irgendein Buch oder Epos ein derart tiefes Wissen vermittelt. Obgleich die heiligen Schriften der Hindus die Kausal- und Astralwelt und die drei Körper des Menschen erwähnen, schienen mir die gedruckten Worte im Vergleich mit dem lebendigen Zeugnis meines auferstandenen Meisters jetzt blass und nichtssagend. Für ihn gab es kein unbekanntes »Land, von dessen Ufern kein Wandrer wiederkehrt «.(14)

»Das wechselseitige Durchdringen der drei Körper

zeigt sich auch in der dreifachen Natur des Menschen«, fuhr mein großer Guru fort. »Im Wachzustand ist sich der Mensch mehr oder weniger aller drei Körper bewusst. Wenn seine Sinne mit Schmecken, Riechen, Tasten, Hören und Sehen beschäftigt sind, wirkt er vor allem durch seinen physischen Körper. Wendet er Willens- und Vorstellungskraft an, wirkt er in erster Linie durch seinen Astralkörper. Und wenn er tief nachdenkt, Innenschau oder Meditation übt, wirkt er hauptsächlich durch seinen Kausalkörper. Ein Genie empfängt seine kosmischen Ideen dadurch, dass es die meiste Zeit mit seinem Kausalkörper verbunden bleibt. In diesem Sinne gibt es also vorwiegend "materielle", "tatkräftige" oder "intellektuelle" Menschen. Der Mensch identifiziert sich täglich etwa 16 Stunden mit seiner körperlichen Hülle. Dann schläft er ein. Wenn er träumt, bleibt er in seinem Astralkörper und erschafft ebenso mühelos wie die Astralwesen beliebige Gegenstände. Im tiefen und traumlosen Schlaf aber versetzt er sein Bewusstsein, d. h. sein Ichbewusstsein, für einige Stunden in den Kausalkörper; ein solcher Schlaf ist erquickend. Solange er jedoch träumt, ist er mit seinem astralen und nicht mit seinem kausalen Körper in Verbindung und fühlt sich nach dem Schlaf nicht völlig erfrischt.«

Ich hatte Sri Yukteswar während der ganzen Zeit

liebevoll beobachtet. »Engelhafter Guru«, sagte ich, »Euer Körper sieht genauso aus wie vor einigen Monaten, als ich ihn in Puri beweinte.« »Nun ja, mein neuer Körper ist ein genaues Abbild des alten. Ich materialisiere und entmaterialisiere diese Gestalt nach Wunsch — viel häufiger, als ich es auf Erden tat. Durch augenblickliche Entmaterialisation kann ich mit dem "Lichtexpress" von einem Planet zum anderen, oder sogar vom astralen zum kausalen oder physischen Kosmos reisen.« Lächelnd fügte mein göttlicher Guru hinzu: »Obgleich du in diesen Tagen so viel umhergereist bist, war es nicht schwer für mich, dich in Bombay zu finden.« »O Meister, wie sehr ich unter Eurem Tod gelitten habe! « »Bin ich denn tot? Ist diese Behauptung nicht ein wenig widersinnig?« Sri Yukteswars Augen glänzten vor Liebe und Heiterkeit. »Auf Erden hast du nur geträumt und sahst in diesem Erdentraum meinen Traumkörper«, fuhr er fort. »Später hast du das Traumbild begraben. Und jetzt ist mein feinstofflicher Traumkörper, den du vor dir siehst und im Augenblick sogar recht fest umarmst, auf einem feineren Traumplaneten Gottes auferstanden. Eines Tages werden dieser feinstoffliche Traumkörper und der Traumplanet wieder vergehen; denn auch sie existieren nicht ewig. Alle Traumschöpfungen müssen schließlich bei Gottes erweckender Berührung zerstieben. Mein Sohn Yogananda, lerne den Traum von der Wirklichkeit zu unterscheiden!« Diese aus dem Vedanta stammende Vorstellung(15) beeindruckte mich zutiefst, und ich schämte mich, dass ich den leblosen Körper des Meisters in Puri betrauert hatte. Endlich verstand ich, dass mein Guru schon immer in Gott erwacht gewesen war, dass er sein Leben, seinen Tod und seine jetzige Auferstehung nur als relative göttliche Ideen des kosmischen Traumdramas ansah. »Ich habe dir nun die Wahrheit über mein Leben, meinen Tod und meine Auferstehung mitgeteilt, Yogananda. Trauere nicht um mich, sondern verbreite überall die Kunde von meiner Auferstehung. Verkündige allen, dass ich von dieser Erde, die ein Traum Gottes ist, zu einem Astralplaneten — einem anderen Traum Gottes — aufgefahren bin. Neue Hoffnung wird dann in die Herzen der irdischen Träumer einkehren, die noch unter Kummer und Todesfurcht leiden.« »Ja, Meister!« Wie gern wollte ich meine Freude über seine Auferstehung mit anderen teilen!

»Für die meisten Menschen

dieser Erde waren meine Anforderungen ungewöhnlich hoch. Oft habe ich dich mehr als nötig gescholten. Du aber hast all meine Prüfungen bestanden; deine Liebe leuchtete durch alle Wolken des Tadels hindurch.« Und zärtlich fügte er hinzu: »Ich bin heute auch deshalb zu dir gekommen, um dir zu sagen: Nie mehr werde ich dich mit strengem, tadelndem Blick ansehen. Nie mehr werde ich dich schelten.« Wie sehr hatte ich die Zurechtweisungen meines großen Gurus vermisst! Jede von ihnen war mir ein Schutzengel gewesen. »Liebster Meister, scheltet mich tausendmal — scheltet mich in diesem Augenblick!« »Ich werde es nie mehr tun.« Obgleich seine göttliche Stimme ernst klang, schwang dennoch ein heimliches Lachen in ihr. »Wir werden gemeinsam lächeln, solange sich unsere beiden Formen noch im Maya-Traum Gottes voneinander unterscheiden. Einst aber werden wir beide mit dem Kosmischen Geliebten verschmelzen. Dann wird unser Lächeln zu Seinem Lächeln werden, und unser vereinter Freudengesang wird in der Ewigkeit widerhallen und alle auf Gott eingestellten Seelen erreichen.« Dann klärte mich Sri Yukteswar noch über gewisse Dinge auf, die ich hier nicht wiedergeben kann. Während der zwei Stunden, die er in meinem Hotelzimmer in Bombay blieb, beantwortete er all meine Fragen. Mehrere Prophezeiungen von weltumfassender Bedeutung, die er an jenem Junitag des Jahres 1936 äußerte, haben sich bereits erfüllt. »Ich verlasse dich nun, geliebtes Kind!« Bei diesen Worten fühlte ich, wie sich der Meister aus meinen Armen löste. »Mein Kind«, sagte er mit einer Stimme, die auf den Grund meiner Seele drang, »jedes Mal, wenn du in den Nirbikalpa-Samadhi eingehst und mich rufst, werde ich, wie heute, leibhaftig zu dir kommen.« Mit diesem himmlischen Versprechen entschwand Sri Yukteswar meinen Blicken. Dann hörte ich eine Stimme, die wie melodischer Donner aus den Wolken zu kommen schien: »Sage es allen: Wer durch Nirbikalpa-Verwirklichung erkennt, dass diese Erde nur ein Traum Gottes ist, kann zu dem feinstofflichen Traumplaneten Hiranyaloka aufsteigen und mich dort in einem auferstandenen Körper finden, der genau meinem irdischen gleicht. Yogananda, sage es allen!«

Vergangen war der Trennungsschmerz.

Der Kummer über seinen Tod, der mir so lange meinen inneren Frieden geraubt hatte, ergriff nun beschämt die Flucht. Stattdessen überflutete mich eine unbeschreibliche Glückseligkeit. In dieser ekstatischen Flut öffneten sich die seit langem »verstopften« Poren meiner Seele und wurden durchlässig und rein. Gleich einem Film rollten meine ehemaligen Inkarnationen vor meinem inneren Auge ab; und alles gute und schlechte Karma jener Traumfiguren löste sich in dem kosmischen Licht auf, das der Meister während seines göttlichen Besuches über mich ausgegossen hatte. In diesem Kapitel meiner Autobiographie bin ich dem Befehl meines Gurus nachgekommen und habe die frohe Botschaft von seiner Auferstehung verbreitet, obwohl sie einmal mehr eine gleichgültige Generation verwirren könnte. Gefallen an gemeinen Dingen kennt der Mensch zur Genüge; Verzweiflung ist ihm nicht fremd. Doch dies sind Abnormitäten, die nichts mit seiner wahren Bestimmung zu tun haben. Sobald er es ernstlich will, kann er den Weg in die Freiheit antreten. Zu lange hat er sich von seinen pessimistischen Ratgebern einreden lassen: »Du bist Erde«, anstatt sich auf seine unsterbliche Seele zu besinnen.

(1)Siehe Seite 270.

lm Sabikalpa-Samadhi vereinigt sich der Gottsucher vorübergehend mit dem GEIST, kann das kosmische Bewusstsein aber nur im unbeweglichen Trancezustand erleben. Durch ausdauernde Meditation erreicht er schließlich den höheren Zustand des Nirbikalpa-Samadhi, in dem er seine Gotteswahrnehmung auch dann nicht verliert, wenn er sich frei umherbewegt und seinen täglichen Plichten nachgeht.Im Nirbikalpa-samadhi tilgt der Yogi die letzten Reste seines irdischen Karmas. Dann aber verbleibt noch ein gewisses astrales und kausales Karma, das ihn zwingt, astrale und später kausale Körper auf höheren Schwingungsebenen anzunehmen.(2) Die Schönheiten und Freuden der Astralwelt nehmen die meisten Menschen so sehr gefangen, dass sie sich nicht mehr ernsthaft um geistige Fortschritte bemühen. (3)Sri Yukteswar (der während dieser langen Unterhaltung Bengali sprach) gebrauchte das Sanskritwort Prana. Als Übersetzung habe ich das Wort "Biotronen" geprägt. Die heiligen Schriften der Hindus sprechen nicht nur von Anu, dem "Atom", von Paramanu, "dem, was jenseits des Atoms liegt", d. h. den feineren elektronischen Energien, sondern auch von Prana, der schöpferischen Lebenskraft, Atome und Elektronen sind blinde Kräfte, während Prana intelligenzbegabt ist. So bestimmt z. B. das Prana oder die Lebenskraft in Sperma und Eizelle das Wachstum des Embryos, das sich nach einem feststehenden karmischen Plan vollzieht.(4) Ein Adjektiv zu Mantra, bestehend aus gesprochenen oder gesungenen Lauten, die bei tiefer Konzentration wie geistige Geschosse wirken. Die Puranas (die alten Shastras oder Erzählungen) beschreiben mantrische Kriege zwischen den Devas und Asuras (den Göttern und Dämonen). Ein Asura versuchte einst, einen Deva mit einem machtvollen Lied zu schlagen; da er aber eine falsche Betonung hineinlegte, wurde die geistige Bombe zu einem Bumerang, der den Dämon tötete. (5) An Beispielen hierfür fehlt es selbst auf Erden nicht, wie im Fall von Helen Keller und anderen außergewöhnlichen Menschen. (6) Kinder, die ein reines Herz haben, können manchmal auf Erden eine anmutige Astralgestalt, z. B. eine Fee, erblicken. Andererseits können Drogen und berauschende Getränke, deren Genuss von allen heiligen Schriften untersagt wird, das Bewusstsein des Menschen derart zerrütten, dass er die abschreckenden Gestalten der astralen Hölle sieht. (7) Buddha wurde einst gefragt, warum man alle Menschen gleich lieben solle. »Weil jedes Wesen (irgendwann einmal in irgendeiner tierischen oder menschlichen Form) einem jeden von uns nahegestanden hat«, erwiderte der große Lehrer. (8) Die acht Elementarkräfte — die wesentlichen Bestandteile allen erschaffenen Lebens, vom Atom angefangen bis zum Menschen — sind: Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther, Sinnesbewusstsein (Manas), Intelligenz (Buddhi) und Individualität oder das Ich (Ahamkara). (Vgl. Bhagavad-Gita VII, 4) (9) Unter Körper versteht man jede grob- oder feinstoffliche Hülle, in der die Seele ein-geschlossen ist. Die drei Körper werden als ',Käfige des Paradiesvogels« bezeichnet. (10) So half z. B. Babaji Lahiri Mahasaya, sich von seinem im Unterbewusstsein schlummernden Wunsch nach einem Palast (der aus einem früheren Leben stammte) zu befreien. (Kapitel 34) (11) Er aber sprach zu ihnen: »Wo das Aas ist, da sammeln sich auch die Geier«. (Lukas 17, 37) Überall, wo die Seele in einem physischen, astralen oder kausalen Körper eingeschlossen ist, versammeln sich auch die Geier der Wünsche und halten die Seele gefangen. Sie nähren sich von den menschlichen Schwächen, die in der inneren Bindung an die Sinnenfreuden oder an die Freuden der Astral- und Kausalwelt bestehen. (12) »Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen (d. h., soll sich nicht mehr wiederverkörpern) ... Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Stuhl zu sitzen, wie ich überwunden habe und mich gesetzt mit meinem Vater auf seinen Stuhl.« Offenbarung 3, 12. 21. (13) Hiermit deutete Sri Yukteswar an, dass er, ebenso wie in seiner irdischen Inkar-nation, wo er elegentlich die Krankheit eines seiner Jünger auf sich genommen hatte, um dessen Karma zu erleichtern, auch als Erlöser in der Astralwelt die Fähigkeit hat, anderen einen Teil ihres astralen Karmas abzunehmen; dadurch beschleunigt er ihre Entwicklung und bereitet sie für die höhere Kausalwelt vor. (14) Hamlet, Akt III, Szene 1. (15) Leben und Tod sind nichts anderes als relative Vorstellungen. Der Vedanta erklärt, dass Gott die einzige Wirklichkeit ist, dass die ganze Schöpfung, d. h. alles individuelle Dasein, Maya oder Illusion sei. Diese Philosophie des Monismus gipfelte in Sri Shankaras Kommentaren zu den uralten Upanischaden (Zusammenfassung der Veden).
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